Almanca hutbeler


Salı, Mart 4, 2008 · Kategori: Almanca

Freitagspredigt
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kurani kerim


Çarşamba, Eylül 10, 2007 · Kategori: Almanca

Koran - Einführung

1. Al-Fatiha

2 Al-Baqara

3. Al-'Imran

4. An-Nisa

5. Al-Ma'ida

6. Al-An'am

7. Al-A'raf

8. Al-Anfal

9. At-Tauba

10. Yunus

11. Hud

12. Yusuf

13. Ar-Ra'd

14. Ibrahim

15. Al-Higr

16. An-Nahl

17. Al-Isra'

18. Al-Kahf

19. Maryam

20. Ta Ha

21. Al-Anbiya'

22. Al-Hagg

23. Al-Mu'minun

24. An-Nur

25. Al-Furqan

26. As-Su'ara

27. An-Naml

28. Al-Qasas

29. Al-'Ankabut

30. Ar-Rum

31. Luqman

32. As-Sagda

33. Al-Ahzab

34. Saba'

35. Fatir

36. Ya Sin

37. As-Saffat

38. Sad

39. Az-Zumar

40. Gafir

41. Fussilat

42. As-Sura

43. Az-Zuhruf,1

44. Ad-Duhan

45. Al-Gatiya

46. Al-Ahqaf

47. Muhammad

48. Al-Fath

49. Al-Hugurat

50. Qaf

51. Ad-Dariyat

52. At-Tur

53. An-Nagm

54. Al-Qamar

55. Al-Rahman

56. Al-Waqi'a

57. Al-Hadid

58. Al-Mugadala

59. Al-Hasr

60. Al-Mumtahana

61. As-Saff

62. Al-Gumu'a

63. Al-Munafiqun

64. At-Tagabun

65. Al-Talaq

66. At-Tahrim

67. Al-Mulk

68. Al-Qalam

69. Al-Haqqa

70. Al-Ma'arig

71. Nuh

72. Al-Ginn

73. Al-Muzzammil

74. Al-Muddatir

75. Al-Qiyama

76. Al-Insan

77. Al-Mursalat

78. An-Naba'

79. An-Nazi'at

80. 'Abasa

81. At-Takwir

82. Al-Infitar

83. Al-Muttaffifin

84. Al-Insiqaq

85. Al-Burug

86. At-Tariq

87. Al-A'la

88. Al-Gasiya

89. Al-Fagr

90. Al-Balad

91. As-Sams

92. Al-Lail

93. Ad-Duha

94. As-Sarth

95. At-Tin

96. Al-'Alaq

97. Al-Qadr

98. Al-Baiyina

99. Az-Zalzala

100. Al-'Adiyat

101. Al-Quari'a

102. Al-Takatur

103. Al-'Asr

104. Al-Humaza

105. Al-Fil

106. Qurais

107. Al-Ma'un

108. Al-Kautar

109. Al-Kafirun

110. An-Nasr

111. Al-MAsad

112. Al-Ihlas

113. Al-Falaq

114. An-Nas

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Ditib


Cuma, Mart 10, 2006 · Kategori: Almanca

 

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Ein wahrer Muslim kann kein Terrorist sein


Cuma, Mart 10, 2006 · Kategori: Almanca

Ein wahrer Muslim kann kein Terrorist sein. Die Religion erlaubt es nicht, einen Menschen zu töten, um ein Ziel zu erreichen.

Es scheint so, als unterhielte das al-Qaida-Netzwerk eine Zelle in der Türkei. Sie haben über die religiöse Seite dieses Themas gesprochen. Hat es auch noch andere Implikationen?

Einer der Menschen, die ich auf der Welt am meisten hasse, ist [Osama] Bin Laden, weil er das helle Erscheinungsbild des Islam getrübt und es durch ein schmutziges Bild ersetzt hat. Selbst wenn wir uns mit aller Kraft bemühen, diesen furchtbaren Schaden zu reparieren, wird es Jahre dauern.

Wir werden das Thema überall, auf unterschiedlichen Plattformen zur Sprache bringen. Wir werden Bücher darüber veröffentlichen. Wir werden sagen: „Das ist nicht der Islam.“ Bin Laden hat den Islam durch seine Gefühle und Wünsche ersetzt. Er ist ein Scheusal, genau wie die Leute, die sich um ihn geschart haben. Und auch all jene, die ihnen ähneln, sind nichts anderes als Scheusale.

Wir missbilligen diese Entdeckung [die Existenz terroristischer Zellen in der Türkei]. Dennoch müssen in einer Welt, die als islamisch gilt - und ich habe ja bereits gesagt, dass ich den Begriff islamische Welt nicht akzeptiere. Es gibt nur Länder, in denen Muslime leben. -, die Menschen zur Verhinderung solcher Entwicklungen ihre Probleme lösen.

Die entscheidenden Fragen werden sein, ob sie anders denken, wenn sie ihre Führer wählen, und ob sie Reformen wollen. Um das Heranwachsen kultivierter Generationen zu ermöglichen, sollten Muslime ihre Probleme lösen. Nicht nur beim Thema Terror, den Gott ganz gewiss verurteilt, sondern auch bei Drogen und Zigaretten, die Gott ebenfalls verbietet. Auch Streit und Zwietracht sollten auf dem Index stehen.

Weitere Verfehlungen sind: sich zu handgreiflichen Auseinandersetzungen hinreißen lassen, die Armut nicht zu bekämpfen, sich von anderen zur Verachtung anleiten zu lassen und ständig beleidigt zu sein.

Wie [Mehmet] Akif [Ersoy] sagte: Sklaverei, Unannehmlichkeiten aller Art, Süchte, die Akzeptanz von Dingen aus reiner Gewohnheit und Hohn und Spott sind allgegenwärtig. Sie sind Bannflüche Gottes, mit denen Gott vor allem unsere Nation belegt hat. Sie überwinden kann meiner Ansicht nach nur ein gerechter Mensch, d.h., ein Mensch Gottes.

Diese Menschen, die den Terror unterstützen, sind vor unseren Augen in muslimischen Familien aufgewachsen. Wir dachten, sie seien Muslime. Welchen Prozess haben sie durchlaufen, dass sie schließlich Terroristen geworden sind? Trifft uns nicht eine Mitschuld?

Unsere Schuld ist die Schuld eines ganzen Volkes. Sie ist die Schuld der [mangelnden] Bildung. Ein wahrer Muslim, der den Islam in all seinen Aspekten versteht, kann kein Terrorist sein. Jemand, der sich an terroristischen Aktivitäten beteiligt hat, kann kaum ein Muslim bleiben. Die Religion billigt es nicht, einen Menschen zu töten, um ein Ziel zu erreichen.

Aber natürlich stellt sich die Frage: Welche Bemühungen haben wir unternommen, um sie auf vollkommene Art und Weise großzuziehen? An welche Art von Elementen haben wir sie gebunden? Mit welcher Art von Verantwortung haben wir sie erzogen, dass wir nun von ihnen erwarten, sich nicht an terroristischen Aktivitäten zu beteiligen?

Wenn die Bindung an islamische Werte, Gottesfurcht und das Versprechen eines Lebens nach dem Tode oder das sichere Wissen, religiöse Gebote zu verletzen, nicht ausreichen, um sie von terroristischen Aktivitäten abzubringen, dann haben wir offenbar nicht das nötige Feingefühl aufgebracht. Auch jetzt gibt es einige Strategien, mit diesem Thema umzugehen. Wir bemühen uns, sie zu stoppen [ihr Leben dem Terror zu widmen].

Wir sagen, es darf nicht sein. D.h., es darf keine Frage von Kultur und Moral sein. [Die Neigung zu einem Leben als Terrorist] sollte in den Bildungsinstitutionen ausgelöscht werden. In den Schulen sollte wirklich alles, was im Leben benötigt wird, vermittelt werden. Auch Informationen zur Gesundheit sollten erteilt werden. Ein solcher Unterricht zu den Themen Leben und Alltag sollte am besten Ärzten von erteilt werden.

Auch die Beziehungen zwischen den Ehepartnern sollten auf dem Lehrplan stehen, genau wie die Kindeserziehung. Aber damit ist es noch lange nicht getan. Die Türkei und die islamische Welt haben ein Drogenproblem. Die islamische Welt leidet unter Spielsucht und Unterschlagung. In der Türkei ist fast jeder ein Dieb. Auf einige Orte, die erreicht werden sollten, konnte eingewirkt werden. Mit anderen Menschen hingegen kann man unmöglich in Verbindung treten. Sie lassen es nicht zu, dass man ihnen Fragen stellt. Man kann sie nicht zur Verantwortung ziehen. Sie halten sich im Verborgenen und sind ganz sich selbst überlassen.

Sie alle sind unter uns aufgewachsen. Sie alle sind unsere Kinder. Wie konnte es passieren, dass einige von ihnen gewalttätig geworden sind? Wie konnte es passieren, dass einige von ihnen Raufbolde wurden? Wie konnte es passieren, dass einige von ihnen gegen die menschlichen Werte rebellieren? Wie konnte es passieren, dass sich einige von ihnen in ihrem eigenen Volk als Bomben in die Luft gesprengt haben?

All diese Menschen sind unter uns aufgewachsen. D.h., bei ihrer Erziehung muss etwas schief gelaufen sein. Das System hat einige Schwächen, weist einige Punkte auf, die hinterfragt und verbessert werden müssen. Die Erziehung zum Menschen genoss wohl keine Priorität. Inzwischen sind einige Generationen verloren, zerstört und vergeudet worden.

Den unzufriedenen Jugendlichen kam die Spiritualität abhanden. Man gab ihnen einige Liras oder machte sie zu Robotern. Man setzte sie unter Drogen. Heute wird dies thematisiert. In den Zeitschriften wird darüber geschrieben. Man nahm ihnen die Fähigkeit, ihren Verstand zu gebrauchen. Unter Vortäuschung von Idealen und Zielen missbrauchte man sie als Mörder und ließ sie Menschen umbringen. Man wollte mit ihrer Hilfe bestimmte Ziele erreichen.

Ein Freund von mir, ein sehr kluger Mensch, war einmal in Israel wo er seine Doktorarbeit schrieb. Eine Zeitlang lebte er in Palästina. Er hat mir von einer sehr interessanten Begebenheit erzählt: „Ich hielt mich ich fünf oder sechs Monate in Israel auf. Dort bot man mir an, in einem Exekutivausschuss einer Friedensorganisation mitzuarbeiten. Das Angebot stammte von den Israelis. Aber ein Palästinenser hielt mich davon ab. Ich begriff, dass dieser Mann ein Waffenhändler war. Er betrieb einige Geschäfte und wollte sie auch in Zukunft betreiben. Möglicherweise verfolgen auch andere unzugängliche Kreise dasselbe Ziel.“ Einigen geht es also darum, Geld damit zu verdienen, dass sie solche Vorfälle schüren.

Die Menschen werden in Roboter verwandelt. Und meiner Meinung nach geschah dies auch in Istanbul. Den Tätern, die terroristische Anschläge verüben, fehlt es an religiösem Bewusstsein und regelmäßigen Kontakten zu Moscheen.

Solche Menschen besitzen ein nur unzureichendes Wissen über die Religion. Sie müssen einen Meister oder Hodscha haben, der ihnen sagt: „Dieser oder jener sollte vielleicht besser getötet werden.“ In der Türkei wurden viele Menschen getötet. Die eine Gruppe hat diesen umgebracht, die andere jenen. Am 12. März waren alle in einem blutigen Kampf vereint. Das Militär rückte aus und intervenierte. Am 12. September gingen die Menschen auf die Straße und waren auf Blutvergießen aus. Man tötete sich gegenseitig.

Indem sie einander töteten, versuchten einige von ihnen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Terroristen waren sie alle - die eine wie auch die andere Seite. Aber sie gaben sich ein Etikett: Der eine sagte: „Ich tue dies im Namen des Islam.“ Der andere sagte: „Ich tue dies für mein Land und mein Volk.“ Wieder ein anderer behauptete: „Ich kämpfe gegen Kapitalismus und Ausbeutung.“ Doch das waren nichts als Sprüche. Auch im Koran ist von Sprüchen die Rede. Sie werden dort als Muster ohne Wert bezeichnet. Aber die Leute töteten weiter. Jeder tötete im Namen eines Ideals.

Im Namen solcher "Ideale" fanden viele Menschen den Tod. Jemand an der Spitze forderte: „Beseitigt jenen dort!“, und so geschah es. "Beseitigt ihn!" - auch das war einer jener Sprüche. Möglicherweise gab es auch Anweisungen für Sie und für mich. Aber das Schicksal ließ es nicht zu. Es gab da etwas, was mir ganz klar sagte: „Auch er sollte beseitigt werden.“

Alles versank im Terror. Nicht nur Muslime, sondern alle Menschen taten das Gleiche. Da jeder mitmachte, wurde das Töten salonfähig. Es wurde zu etwas, an das man sich gewöhnte. Einen Menschen zu töten ist schlimm. Einer meiner engsten Freunde brach einmal einer Schlange das Rückgrat. Er war Theologiestudent und ist heute Prediger. Ich habe einen Monat lang nicht mit ihm gesprochen. Ich fragte ihn: „Die Schlange hat das Recht, in der Natur zu leben. Welches Recht hattest du, ihr das Rückgrat zu brechen?“

Die Lage entwickelte sich so, dass wir, wenn wir hören, dass irgendwo in der Welt 10 oder 20 Menschen getötet wurden und diese Zahl nicht so hoch wie erwartet ausgefallen ist, sagen: „Zum Glück sind nicht viele Menschen gestorben.“ Diese Gewalt wird zunehmend akzeptiert. „Gut, dass wir durch den Tod von 20 oder 30 Menschen selbst mit dem Leben davon gekommen sind.“, sagen wir. Das heißt, sie haben erreicht, dass die Gesellschaft dies akzeptiert.

Die Bildung kann solche Zustände verhindern. Auch die Regeln und Grundsätze des Staates können zur Prävention beitragen. Einige gesellschaftliche Kreise beginnen nun zu reagieren und sind gewillt, schon bei geringsten Anlässen einzuschreiten. Sie machen aus Mücken Elefanten. Auf Grund ihrer Machtposition lässt sich dies aber nicht ändern.

Sie übertreiben. Aber es gibt ein Heilmittel für diese Dinge. Es besteht darin, das Richtige zu lehren. Es muss ganz deutlich gesagt werden, dass Muslime keine Terroristen sein können. Warum das so deutlich gesagt werden muss? Wenn man eine Sünde begeht, und sei sie auch so klein wie ein Atom, wird man dafür bezahlen müssen. (Zur Untermauerung dieser These zitiert er die Koranverse 99:7-8)

Ja, das Töten eines Menschen ist eine schwer wiegende Angelegenheit. Der Koran sagt, dass das Töten eines Menschen dem Töten der ganzen Menschheit gleichzusetzen ist. Ibn Abbas sagte, dass ein Mörder für alle Ewigkeit in der Hölle bleiben wird. Das gilt auch für Ungläubige. Derjenige, der einen Menschen tötet, teilt also das Schicksal eines Ungläubigen. Dies bedeutet, dass der Mörder eines Menschen einem Atheisten und jemandem, der Gott und den Propheten nicht akzeptiert, gleichgestellt wird. Und wenn dies das Grundprinzip der Religion ist, dann sollte es durch die Erziehung vermittelt werden. Aber das geschieht nicht.

Nach dem 11. September konnte man beobachten, dass Muslime dazu neigen, Theorien ein wenig zu komplizieren. Sind es wirklich immer die ‚Anderen‘, die Schuld haben? Ist es denn tatsächlich so, dass diese "Anderen" immer wollen, dass wir ‚unsympathisch‘ erscheinen? Warum gibt es im Islam keine Kultur der Selbstkritik?

An dieser Stelle muss ich widersprechen. Der Satz „Es gibt im Islam keine Kultur der Selbstkritik“ ist falsch. Es gibt sehr wohl Selbstkritik im Islam. Muslime hinterfragen alles mit Ausnahme der heiligen Botschaften.

Ich glaube auch nicht, dass andere über eine solche Selbstkritik verfügen. Der Kalif Umar beispielsweise repräsentiert den Islam. Während er am Minbar [auf der Kanzel] eine Rede hält, bringt eine Frau einen Einwand vor: „Was du sagst, ist falsch. So muss es heißen...“

Ein anderes Beispiel: Ein Kommandant in der Armee gibt an, das und das getan zu haben. Ein unbekannter Soldat widerspricht auf sein Schwert gelehnt: „Mein Kommandant, was Sie da sagen, ist aufrührerisch. Wenn Sie nicht rechtmäßig handeln, werden wir Ihnen das und das antun.“

Gelehrte und Theologen haben islamische Themen so oft diskutiert und debattiert, dass diese Diskussionen unzählige Bücher füllen. Jeder von ihnen hat den anderen in islamischen Angelegenheiten kritisiert. Diese Kritik stieß auf ein gehöriges Maß an Toleranz. Ghazali z.B. verfasste einen Tahafut [eine Kritik an den Verirrungen der Philosophen]. Daraufhin wurden ihm von jemand anderem Einwände gemacht. Hätte es damals einen islamischen Staat gegeben, wären diese Menschen bestraft worden. So aber sagte niemand etwas. Der Mann lebte weiter. Es gib viele unterschiedliche Gedanken.

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Tawba, Inaba und Awba


Cuma, Mart 10, 2006 · Kategori: Almanca

In dieser Folge aus der Reihe "Grundlagen des Sufismus" geht es um die Begriffe Tawba (Reue), Inaba (aufrichtige Buße) und Awba (Zuwendung zu Gott in Reue).
(Reue, aufrichtige Buße und die Zuwendung zu Gott in Reue)
Reue (tawba) bedeutet, dass jemandem etwas Leid tut, er nun Gewissensbisse bekommt und sich dann Gott mit der neu gefassten Absicht zuwendet, bislang Vernachlässigtes nachzuholen. Islamischen Gelehrten zufolge bezeichnet Reue auch das aufrichtige Bemühen, sich davor zu schützen, dem Wesen Gottes in Gefühlen, Gedanken, Absichten und Handlungen entgegen zu treten, und Seinen Anordnungen und Verboten nachzukommen. Reue besteht nicht darin, über irgendetwas Schlechtes oder Verbotenes verärgert zu sein und es aufzugeben. Reue heißt, sich von allem, was Gott hasst und verbietet, fern zu halten, selbst wenn Gefühl und Verstand dies nicht für nötig halten. Normalerweise wird Reue in Verbindung mit dem Wort nasuh gebraucht, was wörtlich soviel heißt wie rein, aufrichtig korrigierend, verbessernd und wiederherstellend. Tawba nasuh - aufrichtige und korrigierende Reue - meint eine reine, aufrichtige Reue, die auf vollkommene Art und Weise verbessert und wiederherstellt. Dies bedeutet, dass man für das, was man zu Unrecht getan hat, aufrichtige, innige und echte Gewissensbisse fühlt und in dieser Hinsicht ein gutes Beispiel für andere Menschen liefert. Der Koran verrät uns, was er unter wahrer Reue versteht: O ihr, die ihr glaubt, wendet euch in aufrichtiger Reue zu Allah. (66:8)

Drei Kategorien von Reue werden unterschieden:
a) In die erste Kategorie fällt die Reue gewöhnlicher Menschen, die nicht in der Lage sind, Gottes Wahrheiten zu erkennen. Diese Menschen sind auf Grund ihres Ungehorsams gegenüber Gott besorgt. Sie sind sich ihrer Sünden bewusst, da diese ihr Herz verdunkeln. Nun wenden sie sich Gott zu und fassen ihre Reue in Worte wie z.B.: „Ich bin gestürzt oder habe eine Sünde begangen, vergib mir", oder „Ich bitte Gott um Verzeihung!"

b)Diejenigen, die sich der Wahrheiten Gottes hinter den Schleiern der materiellen Existenz teilweise bewusst sind, fühlen eine innere Erregung, wenn sie sündigen. Sobald ihr Verstand oder ihr Herz auf irgendetwas stößt, was nicht mit ihrer Überzeugung vereinbar ist, dass sie sich ständig in der Allgegenwart Gottes befinden, bzw. immer dann, wenn sie sich bewusst werden, dass ihre Herzen voller Achtlosigkeit sind, leiden sie unter starken Gewissensbissen. In solchen Momenten suchen sie unverzüglich Zuflucht zur Barmherzigkeit und Gnade Gottes. Ein Mensch mit diesem Grad der Aufmerksamkeit und spirituellen Wachsamkeit ist in der folgenden Tradition beschrieben:
(Gottes Gesandter erklärte:) Jemand, der seine Sünden aufrichtig bereut, ist, als hätte er sie niemals begangen. Wenn Gott einen Seiner Diener liebt, werden ihm seine Sünden nicht schaden. Dann rezitierte er den Vers: “Ganz gewiss, Gott liebt den, der oft bereut und diejenigen, die stets danach streben, sich selbst zu reinigen.” Zum Kennzeichen der Reue befragt erklärte er: “Es sind die tief empfundenen Gewissensbisse.” (Qushayri, ar-Risala, S. 91)

c) Diejenigen, deren Herzen aufmerksam sind und die ihr Leben so leben, wie es die Tradition Meine Augen schlafen, mein Herz jedoch nicht. (Bukhari, Tahajjud, 16; Muslim, Musafirin, 125) beschreibt, räumen alles, was zwi-schen Gott und ihre Herzen bzw. andere innere Fähigkeiten tritt, sofort beiseite und gewinnen das Bewusstsein um ihre Beziehung zum Licht der Lichter schnell zurück. Sie verkörpern unablässig die Bedeutung des Ausspruches (Er war) ein vortrefflicher Diener; stets wandte er sich (Allah) zu. (38:44).

Reue bedeutet, die dringend erforderliche Reinheit nach jeder spirituellen Beschädigung zurück zu gewinnen. Oft bezeichnet sie auch eine Selbsterneuerung. Die verschiedenen Stadien der Reue sind folgende:

1. Man bekommt ein schlechtes Gewissen und bedauert etwas.
2. Man fürchtet sich jedes Mal, wenn man an die Sünden denkt, die man in der Vergangenheit begangen hat.
3. Man versucht, Ungerechtigkeiten aus der Welt zu schaffen und unterstützt die Sache der Gerechtigkeit.
4. Man überprüft die eigene Verantwortlichkeit und kümmert sich um Pflichten, die man zuvor vernachlässigt hat. Man holt Versäumtes nach.
5. Man verbessert sich selbst, indem man spirituelle Mängel, die durch Abweichungen und Irrtümer entstanden sind, beseitigt.
6. Man bedauert und beklagt die Zeiten, in denen man nicht an Gott gedacht, Ihm nicht gedankt und nicht über Seine Werke nachgedacht hat. Man ist ständig besorgt und alarmiert, dass eigene Gedanken und Gefühle durch etwas, was die Beziehung zu Gott beeinträchtigen könnte, verunreinigt werden könnten. Diese letzte Eigenschaft ist nur denjenigen eigen, die sich durch extreme Nähe zu Gott auszeichnen.
Wenn ein Mensch keine Gewissensbisse, keine Reue und keinen Abscheu gegenüber den kleinen oder großen Irrtümern, die ihm unterlaufen sind, fühlt und nicht besorgt ist, dass er die gleichen Fehler zu anderer Zeit noch einmal begehen könnte, wenn er nicht im Dienst an Gott Zuflucht sucht, um sich von den Abweichungen und Irrtümern, denen er verfallen ist, indem er Gott abtrünnig wurde, zu befreien - dann wird seine Reue nicht mehr als eine Lüge sein.

Mawlana Dschalal ad-Din ar-Rumi (1207-1273) sagt über die aufrichtige Reue:

„Ich habe bereut und mich Gott so aufrichtig zugewandt,
dass ich (mein Reuegelübde) solange nicht brechen werde,
bis meine Seele meinen Körper verlässt.
Denn wirklich, wer sonst als ein Esel
läuft in sein Verderben,
Nachdem er (auf Grund seiner Sünden)
so viel durchgemacht hat?"

Reue ist ein Eid auf die Rechtschaffenheit. An ihr unerschütterlich fest zu halten, ist eine Heldentat, die eine ausgeprägte Willenskraft erfordert. Muhammad, der Meister all jener, die bereuen, sagt, dass jemand, der aufrichtige Reue zeigt und sie unentwegt aufrecht erhält, von gleichem Rang wie die Märtyrer ist. Die Reue von Menschen, die sich nicht von ihren Sünden und Abweichungen befreien können, obwohl sie ständig etwas bereuen, bedeutet dagegen eine Verspottung der ‚Tür', an die sich die wahrhaft Bereuenden mit äußerster Entschiedenheit und Offenheit wenden.
Ein Mensch, der sich nicht von seinen Sünden abwendet, obwohl er behauptet, die Hölle zu fürchten, der Unrecht tut, obwohl er versichert, dass er ins Paradies gelangen möchte, der gleichgültig gegenüber dem Weg und der Praxis des Propheten ist, obwohl er geltend macht, dass er ihn doch liebt - so ein Mensch kann nicht ernsthaft und offenherzig in seinen Bemühungen sein. Es ist also schwierig, jemanden für glaubwürdig und aufrichtig zu halten, der permanent sündigt und danach bereuen möchte.

Das erste Stadium, in das ein Eingeweihter eintritt, ist die Reue, das zweite ist inaba (die aufrichtige Buße). Im täglichen Sprachgebrauch bezeichnet inaba auch die Zeremonie, die abgehalten wird, wenn ein Mensch sich einem spirituellen Führer (einem murshid) unterwirft. Während Reue das Training von Gefühlen, Gedanken und Handlungen erfordert, um aus Ablehnung Annahme und Gehorsam werden zu lassen, verlangt die aufrichtige Buße eine sorgfältige Überprüfung von Zuverlässigkeit, Aufrichtigkeit und Angemessenheit jener Annahme und jenes Gehorsams. Reue ist ein Fortschreiten oder eine Reise zu Gott und bedeutet, sich zu bemühen, alles, was Gott gefällt, zu tun und sich von allem, was er verbietet, fern zu halten. Aufrichtige Buße ist ein Aufstieg, der über die Stadien der Reise zu Gott hin führt. Sie bezeichnet die Anstrengung, ein aufrechtes und selbstloses Leben zu führen und sich in das Vorhaben zu vertiefen, für alles, was man tut und denkt, den Zuspruch Gottes zu erhalten. Awba (die Zuwendung zu Gott in Reue) ist ein Aufstieg über die Phasen der Reise, die von Gott zurück führt. Awba bedeutet, für die Rechtleitung anderer Menschen verantwortlich zu sein, nachdem man den islamischen Weg des Glaubens, Denkens und Handelns verinnerlicht hat.

Anders ausgedrückt: Wer aus Furcht davor, als Ungläubiger zu sterben und auf ewig verdammt zu werden, bei Gott Zuflucht sucht, zeigt Reue. Wer mit dem Wunsch, den eigenen spirituellen Rang zu bewahren, ganz in Gott aufgeht, zeigt aufrichtige Buße. Wer sich aber allen Wünschen, Bestrebungen und Zielen, an denen Gott keinen Gefallen findet, verschließt, übt größtmögliche Zuwendung zu Gott in Reue. Auf der ersten Stufe steht die Gesamtheit der Gläubigen. Davon kündet der Vers Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen... (Der Koran, 24:31) Die zweite Stufe ist den außergewöhnlich rechtschaffenen Menschen und jenen mit dem stärksten Glauben und einem so vorbildlichen Verhalten vorbehalten, dass sie in die Nähe Gottes gefunden haben. Diese Stufe reicht von den Worten des Verses Und kehrt euch zu eurem Herrn und ergebt euch Ihm... (Der Koran, 39:54) bis zu den Worten ...der reumütig war und sich in Acht nahm. (Der Koran, 50:33) Die dritte Stufe errei-chen nur Propheten und Gesandte. Gott schätzt und preist sie: (Er war) ein vortrefflicher Diener; stets wandte er sich Allah zu. (Der Koran, 50:33)

Worte, die Reue bekunden, drücken, wenn sie von Menschen ausgesprochen werden, die sich ihrer Existenz in der Allgegenwart Gottes ständig bewusst sind, aufrichtige Buße oder die Zuwendung zu Gott in Reue aus. In diesem Sinne sollen auch die Worte Muhammads, des vortrefflichsten aller Menschen, verstanden werden, wenn er sagt: „Ich bitte Gott siebzig oder hundertmal am Tag um Verzeihung." Reue ist eine Handlungsweise derer, die versuchen, ein aufrichtiges Leben zu führen, gelegentlich aber vergessen, dass sie sich als Gottes Diener unter Seiner ständigen Aufsicht befinden und sich nicht ständig dessen bewusst sind, was Gottes Nähe wirklich bedeutet. Diejenigen, die im ständigen Bewusstsein der Nähe Gottes leben, betrachten es als Achtlosigkeit, sich Gott so zuzuwenden, wie es gewöhnliche Menschen tun. Denn Er leitet sie nach Seinem Wunsch; Er beaufsichtigt sie unablässig und ist ihnen näher als irgendetwas anderes. Ihr gegenwärtiges Stadium ist nicht das von Menschen, die die Einheit alles Existierenden schauen. Denn in diesem Stadium befinden sich nur die wirklich vollkommen untadeligen Menschen, die erkennen, dass die Schöpfung vollkommen in Gott aufgeht und Ihn deshalb als das einzig wahre Wesen akzeptieren. Ihr Stadium ist vielmehr das von Menschen, die die Einheit des Bezeugten feststellen. Sie sind gelehrte und rechtschaffene Menschen, die es akzeptieren, dass der wahrhaftig Existierende derjenige ist, der jenseits der Schöpfung bezeugt und wahrgenommen wird. Um es noch genauer zu sagen: Dieses Stadium ist denjenigen vorbehalten, die im Schatten der Praxis des Propheten Muhammad oder im Licht seiner Laterne ihren Weg gehen. Wenn Menschen, die sich nicht in diesem Stadium befinden und (nur) an der äußeren Oberfläche ihrer Existenz leben, von awba und inaba sprechen, können sie allenfalls Vermutungen äußern und nicht wirklich fundiert über diese Punkte sprechen.

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Was ist Islam?


Cuma, Mart 10, 2006 · Kategori: Almanca

Das Gottesbild

Der Islam verkündet die reinste Form des Monotheismus. Gott ist der eine Gott; Er ist unteilbar und hat niemand neben sich. Er ist unvergleichlich und nichts ist ihm auch nur ähnlich. Nichts geschieht ohne seinen Willen. Er ist der Erste, der Letzte, der Ewige, der Unendliche, der Allmächtige, der Allwissende. Er ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge. Er ist der Gerechte, der Allerbarmer, der Gnädige, der Liebende, der Gütige, der Erhabene, Preiswürdige, der Wahrhaftige. Er ist der Inhaber und Besitzer aller vollkommenen Eigenschaften.
Alle diese, und noch andere im Koran erwähnten Eigenschaften Gottes, müssen in ausgewogener Weise betrachtet werden, ohne dass die eine Eigenschaft zugunsten einer anderen vernachlässigt wird, oder zum Nachteil einer anderen überbetont wird; denn Gott allein hat sich mit all diesen Namen benannt.

Die 99 Namen Allahs

Einheit der Religionen

Der Islam betont den einheitlichen Ursprung aller monotheistischen Religionen. Nach seiner Lehre sind dem menschlichen Geist, trotz seiner großen Möglichkeiten, bestimmte Grenzen gesetzt, die er weder mit den exakten, noch mit empirischen Wissenschaften überschreiten kann. So liegt für den Menschen das sichere Wissen um die letzten Wahrheiten jenseits dieser Grenzen, und die einzige Quelle, die dem Menschen für die Erreichung dieses Wissens offen steht, ist die göttliche Offenbarung, die ihm von Anbeginn der Zeit zur Verfügung stand.
Die Propheten des Einen Gottes erschienen im Verlauf der Geschichte in jedem Land und bei jeder Gemeinschaft und überbrachten den Menschen die Weisungen Gottes. Die Menschheit wurde so auf die endgültige und an die ganze Welt gerichtete Botschaft stufenweise vorbereitet. Diese letzte göttliche Offenbarung, die durch den letzten Propheten Muhammad überbracht wurde, berichtigt und ergänzt alle inzwischen durch menschliche Schwächen veränderten Botschaften. Allein diese letzte Botschaft ist wissenschaftlich beweisbar, bis auf den heutigen Tag den Menschen unverfälscht zugänglich.
Alle Propheten, von Adam über Abraham, Moses Jesus bis hin zu Muhammad sind die Propheten, an die der Muslim glaubt und die er ohne Unterschied verehrt. Alle göttlichen Offenbarungen, von der Thora über die Psalmen und das Evangelium bis des einen Gottes; nur ist der Koran die letzte dieser Offenbarungen, die unverfälscht geblieben ist, und die all das enthält, was der Mensch zu einem gottgewollten Leben benötigt.


Einheit der Botschaft

Der Islam lehrt die Einheit der gesamten Menschheit. Er betont, dass Unterscheidungen nach Rassen, Hautfarben, Sprachen usw., niemals den Grund für Überlegenheitensansprüche einer Gruppe gegenüber einer anderen bilden können. Die einzige, wirkliche Unterscheidung zwischen den Menschen ergibt sich auf geistig sittlicher Ebene, nämlich die Unterscheidung nach Rechtschaffenheit und Gottesehrfurcht.


Allumfassender Lebensweg

Der Islam ist ein allumfassender Lebensweg, der sich auf alle Bereiche des menschlichen Daseins erstreckt und der in grundsätzlicher Übereinstimmung mit der Natur, ihren Gesetzen und ihren Anforderungen steht. Islam ist das in die Praxis umgesetzte Wissen um die Existenz Gottes, die Wahrhaftigkeit seiner Propheten, seiner Bücher, seiner Engel und des Lebens nach dem Tode.
Ein Muslim ist derjenige, der die Gesetze Gottes in allen Lebenssituationen befolgt, und die islamische Gesellschaft ist die nach Wissen um den Willen Gottes strebende Gemeinschaft der jeder Einzelne direkt und ohne Vermittlung eines Priesters mit Gott in Verbindung steht. Und schließlich ist die islamische Gesellschaft die jedem Nichtmuslim größte Toleranz entgegenbringende Gemeinschaft der Gottgläubigen, denn das Wort Islam hat sowohl die Bedeutung Unterwerfung unter den Willen Gottes, als auch die Bedeutung Frieden .


Vollständiges Rechtssystem

Der Islam gibt der Menschheit ein vollständiges Rechtssystem, denn obwohl sich der Islam an das Geistige im Menschen wendet und ihm vor allem ein ethisches Ideal bietet, beachtet er gleichzeitig das Materielle im Leben der Menschen in ausgewogener Weise. Die islamische Gesetzgebung vereint harmonisch geistige und materielle Elemente.
Ob ein Muslim in der Moschee betet, auf dem Markt seine Ware verkauft, Staatsgeschäfte leitet, zu Gericht sitzt oder im Kreis seiner Familie ist, immer wird seine Handlungsweise von dem einen, ewigen und immergültigen Gesetz Gottes bestimmt, von dem Gesetz, dessen Hauptgrundlagen in der göttlichen Offenbarung, dem Koran, und in den Überlieferungen vom Propheten Muhammad niedergelegt sind, und welches der muslimischen Gemeinschaft zu jeder Zeit und Epoche einen breiten Spielraum für Interpretationen einräumt.


Die Familie

Der Islam misst der Familie innerhalb seines Sozialsystems die weitaus größte Bedeutung bei. Im Verhältnis zwischen Mann und Frau ist die Ehe die einzige legale Form des Zusammenlebens. Jeden intimen außerehelichen Verkehr zwischen den Geschlechtern lehnt der Islam ab.
Mann und Frau vervollkommnen sich gegenseitig, um in der Ehe einen gemeinsamen Beitrag zum Aufbau einer gesunden Gesellschaft zu bringen. Um den Aufbau einer gesunden Familie zu gewährleisten, verteilt der Islam die Verantwortungen in der Familie zwischen Mann und Frau. Während der Mann für den Unterhalt verantwortlich ist, ist die Frau bemüht, ihre Kinder in einer Atmosphäre der Fürsorge und Liebe zu erziehen, und das Haus zu einem Hort der Geborgenheit zu gestalten.


Die Vernunft

Der Islam betrachtet die Vernunft als ein kennzeichnendes Merkmal des Menschen und als eine Gabe Gottes. Sie ist der Grund für die Verantwortlichkeit des Menschen vor Gott und gleichzeitig sein Führer in allen Lebenssituationen. Weil der Islam der Vernunft einen so bedeutenden Platz einräumt, gibt es für mystische Kulte und Dogmen keinen Platz in ihm.


Islam und Wissenschaft

Der Islam macht das Streben nach Wissen zur Pflicht eines jeden Muslims. Er geht sogar so weit, die wissenschaftliche Arbeit zum Gottesdienst zu erheben. In ständigen Appell fordert der Koran den Menschen dazu auf, die Natur zu erforschen, damit er die Existenz Gottes und Seine Eigenschaften erkennt. Im Koran findet der Muslim die Grundlagen und Richtlinien für ein wissenschaftliches Forschen. Die einzige Einschränkung auf diesem Gebiet bestehet darin, dass die Forschung selbst nie zum Ziel werden darf, sondern immer ein Mittel zur Erreichung menschlichen Fortschritts und zur Vervollkommnung der Moral bleiben muss.


Ziele des Islam

Der Islam befasst sich nicht nur mit dem ewigen Leben im Jenseits, sondern er richtet sein Augenmerk in gleichem Maße auch auf das diesseitige Leben. Sittliche Vollkommenheit, sozialer Fortschritt, wirtschaftliche Gerechtigkeit, zwischenmenschliche Liebe und Barmherzigkeit, politische Vernunft und Friede sind Ziele, die der Islam zur Erreichung wahren menschlichen Glücks in diesem Leben zu verwirklichen sucht.


Pflichten des Muslims

Der Islam schreibt den Gläubigen das tägliche Gebet vor. Dadurch wird neben der äußeren Reinigung durch Waschung auch die Reinigung der Seele erzielt. Die Vermögensabgabe (Zakat) ist nicht nur ein Faktor des sozialen Systems des Islam, sondern auch gleichzeitig ein Mittel zur seelischen Entlastung, denn sie soll allein aus dem Glauben an Gott gezahlt werden. Das vorgeschriebene Fasten im Monat Ramadan gibt dem Gläubigen nicht nur ein Mittel zur Erlangung von Selbstbeherrschung. Die Pilgerfahrt nach Mekka schließlich lässt den Gläubigen die wahre Hinwendung an Gott, die Opferbereitschaft und die Brüderschaft der Muslime aus aller Welt spüren. Neben diesen vier Hauptpflichten, die dem Gläubigen vorgeschrieben sind, gibt es im Gesetz Gottes noch viele andere Gebote und Verbote, die dem Menschen den Weg zu einem glücklichen Leben in dieser Welt und einem gottnahen ewigen Leben im Jenseits weisen. Somit kann jede Arbeit des Menschen zum Gottesdienst werden, nämlich dann, wenn sie gemäß dem Willen Gottes und mit der aufrichtigen Absicht durchgeführt wird.

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gebet


Cuma, Mart 10, 2006 · Kategori: Almanca

Für den Reisenden, der vorübergehend seinen ständigen Aufenthaltsort verlässt, sind zwei Erleichterungen für die Verrichtung des Gebets vorgesehen: er verkürzt die fard-Gebete, die vier rak‘a haben, auf jeweils zwei rak‘a (auf sunna-Gebete mit Ausnahme der zwei rak‘a vor dem Morgengebet verzichtete der Prophet normalerweise). Außerdem darf er das dsuhr- und ‘asrGebet sowie das Maghrib- und ‘Ischa-Gebet zusammen (dschami) verrichten, so daß er auf der Reise zwar fünf tägliche Gebete verrichtet, aber nur zu drei Gelegenheiten. Diese zusammengelegten Gebete können irgendwann innerhalb der Zeit des ersten oder des zweiten Gebets gebetet werden.

 

Erleichterung für den Kranken

 

Wer so schwer erkrankt ist, dass er das Gebet nicht mehr in der beschriebenen Form verrichten kann, soll das Gebet in der für ihn möglichen Weise beten. Wer nicht aufrecht stehen kann, darf sitzen oder sogar, wenn nötig, liegen. Der Kranke soll aber die verschiedenen Haltungen, soweit ihm möglich, durch Körperbewegungen andeuten, also beispielsweise, wenn er im Liegen betet, bei ruku‘ und sadschda den Kopf nach vorn neigen Fehler im Gebet

 

Wenn man versehentlich einen Gebetsteil vergessen oder zuviel verrichtet hat, berichtigt man den Fehler mit „sadschdatu-ssahw“. In diesem Fall führt man zunächst das Gebet bis zum Ende, spricht aber den salam  nur einmal. Dann wiederholt man die Positionen E, F und E und spricht wie üblich in jeder sadschda dreimal Text 7. Danach führt man das Gebet mit taschahud  und salawat  zu Ende und schließt mit zweimaligem salam Von der Eröffnung des Gebets mit „takbiratu-l-ihram“ ) bis zur Beendigung durch salam darf nichts gesagt und getan werden, was nicht zum Gebet gehört, z.B. das Sprechen von Worten, die nicht zum Gebet gehören, oder das sich Abwenden von der Gebetsrichtung. Während des Gebetes soll man seine Augen auf die Stelle am Boden richten, die man während der sadschda (Position E) mit der Stirn berührt.

Fard Gebete sollen möglichst gemeinschaftlich verrichtet werden. In jeder rak‘a muss die erste Sure (al-Fatiha) gesprochen werden. Ohne dies ist ein Gebet nicht gültig.

In jeder ersten und zweiten rak‘a eines jeden Gebets wird nach al-Fatiha ein weiterer Koranabschnitt gesprochen.

In der dritten und vierten rak‘a von fard-Gebeten wird nach alFatiha kein weiterer Koranabschnitt rezitiert. In wadschib, sunna- und nafl-Gebeten werden in jeder rak‘a al-Fatiha und jeweils ein weiterer Koranabschnitt gesprochen.
In den ersten zwei fard rak‘a des Abend- und Nachtgebets sowie im witr-Gebet, wenn es gemeinschaftlich verrichtet wird, werden al-Fatiha und die weiteren Koranabschnitte mit lauter Stimme vorgetragen. Im Mittagsgebet und Nachmittagsgebet sowie in allen sunna- und nafl-Gebeten werden alle Gebetstexte unhörbar
gesprochen. 
  

 

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